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Web-Artikel aus dem ZEPPELIN POST JOURNAL

Ein Artikel einer jeden Ausgabe des ZEPPELIN POST JOURNAL wird als Web-Artikel nicht nur im ZEPPELIN POST JOURNAL abgedruckt, sondern zusätzlich auch im Internet unter www.eZEP.de veröffentlicht.

Dieser Artikel erschien in der Frühjahr2013 Ausgabe des ZEPPELIN POST JOURNAL .

Der Artikel ist zudem als pdf-Datei erhältlich .


 

 


Bob Wilcsek berichtet
Scott Nr. 573a - Ein herrlich philatelistischer Beleg


 

Die mit meinen Artikeln vertrauten Leser kennen meine Ansicht, dass Zeppelinpost herrlich philatelistisch ist. Da nur wenig Zeppelinpost Bedarfspost war und die meiste davon erhalten blieb, diskutieren wir heute darüber fast nur wegen ihrer Sammelwürdigkeit, Komplexität und ihrem philatelistischen Ursprung. Wenn sie als Sammelobjekt hergestellt wurde oder versandt wurde, damit der Empfänger sie sammelt, ist sie philatelistisch. Das trifft auf die meiste Zeppelinpost zu.



 

Ein Ersttagsbrief mit den US Zeppelinmarken ist kein Beleg, der viel für die Entwicklung der Bedarfsluftpost beigetragen hat; vielmehr finanzierte sich damit die Luftschiffbau Zeppelin ihr Überleben. Man könnte sagen, dass dieser Teil der Zeppelinpost Versuchspost war und die US Zeppelinmarken damit die zukünftigen Ambitionen in Richtung Bedarfluftpost finanzierten ...und niemand konnte die Hindenburg-Katastrophe voraussehen, ehe sie passierte. Aber letztlich ist das, was wir sammeln und erforschen, weitgehend philatelistisch und bietet die Grundlage eines würdigen, eigenständigen Hobbys. Zum Vergleich, Positionsbestimmungen der ersten englischen Briefmarke ist ebenfalls ein philatelistisches Hobby, und doch verunglimpft niemand diejenigen, die sich dieser Obsession hingeben.

Somit ist auf Grund der meist philatelistischen Ausrichtung unseres Hobbys und den Belegen in unseren Sammlungen das Sammeln von attraktive Belegen ein wichtiges Ziel. Ja, wir kennen das richtige Porto, tragen Informationen zusammen, erforschen sie und beschimpfen ein Beleg, der nicht portorichtig ist. Aber da auch ein Portorichtiger fast immer philatelistisch ist, was macht es da für einen Unterschied, ob er überfrankiert ist, besonders wenn die Überfrankatur von einer exotischen Marke stammt? Die Absicht des Absenders war eben nicht, den Beleg irgendwo zeitnah zuzustellen, sondern mit einer ungewöhnlichen Marke eine ungewöhnliche Beförderung zu dokumentieren. Nicht immer müssen es Zeppelinmarken sein.


Scott Nr. 573a - exotisch überfrankiert.


 

Abgebildet ist ein Beleg mit US-Scott Nr. 573a als Einzelfrankatur, die das Porto von $3,90 für Hin- und Rückfahrt auf der Südamerikafahrt überbezahlt. Die Etappe ist nichts Besonderes. Der Beleg wurde in New York am 7. Mai 1930 aufgeliefert und hat, wie der violette Stempel belegt, die komplette Hin- und Rückfahrt bis Friedrichshafen mitgemacht, wo er am 6. Juni 1930 ankunftgestempelt wurde. Er wurde dann in die USA zurückgesandt und am 18. Juni 1930 in New York ankunftgestempelt.

Scott Nr. 573 war der höchste Wert ($5) der Fourth Bureau Ausgabe von 1922. Dieser Satz mit 23 US Dauermarken (keine Sondermarken) ist sehr populär bei Sammlern und Ausstellern. Der höchste Wert (die Königin) ist selten, als Einzelfrankatur noch seltener und anderweitige Verwendungen als Paketmarken sind etwas Besonderes. Aber als Porto für einen Zeppelinbeleg ist sie wahnsinnig Markant. Ja, der Beleg ist um $1,10 überfrankiert, aber wen kümmert’s? Denken Sie mal darüber nach: Ist ein korrekt frankierter amerikanischer Ersttagsbrief nicht weniger philatelistisch? Nein, es gibt keine Unterschiede von philatelistischer Post. Also sage ich, genießen Sie die Philatelie! Umarmen Sie sie! Herrliche Philatelie!  


 

 


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